Mama werden ist nicht schwer, Mama sein dagegen sehr … gilt natürlich auch für Väter!

Heute lag das Buch Kinderkacke (http://www.kinderkacke-dasbuch.de) von Julia Heilmann und Thomas Lindemann in meinem Briefkasten. Ich hatte es mir vor ein paar Tagen im Internet bestellt, da ich schon viel davon gehört hatte. Normalerweise lese ich keine „Bücher über Kinder“ also keine Erziehungsratgeber und alles was in dem Zusammenhang damit auf den Markt geworfen wird und wie die Bibel von Eltern und welche die es werden wollen, verschlungen wird…

Kinderkacke

Aber wie gesagt ich war neugierig …

Nachdem ich Heute um halb zehn endlich Feierabend hatte und wie immer feststellte, dass im TV nichts läuft, griff ich mir also das Buch und fing an zu lesen. Und siehe da … schon bei der Einführung hatte ich endlich mal das Gefühl … hey du bist ja gar nicht alleine mit deiner Meinung, deiner Sicht der Dinge, usw….. :-D es gibt auch Andere ehrliche Eltern, wie erfreulich :-D

Ich habe mich nun also entschlossen, hier über das Buch zu berichten und einige Statements dazu abzugeben, wie meine Sicht der Dinge dazu ist. Wie lange es dauert, bis ich das Buch durch habe weiss ich noch nicht, würde es nach meinem persönlichen Wunsch gehen, würde ich es noch Heute zu Ende lesen. Das Heute würde sich dann aber bis Tief in die Nacht hinziehen und das ist nun mal nicht drin, denn Morgen früh wird zur Uhrzeit XY irgendwann das Babyfon anspringen und Tabea wünscht dann meine Aufmerksamkeit. Und das ist ja noch der Idealablauf, der ein evtl. nächtliches erwachen der kleinen Tabea nicht mit einschließt ;-)

Mein Mann ist auf der Nachtschicht … kann mir also auch keine freie Zeit verschaffen … aber ich werde jede hart erkämpfte freie Minute zum lesen nutzen, denn das Buch ist ehrlich geschrieben und obwohl ich erst bis Seite 21 gelesen habe, musste ich schon mehrfach lachen und schmunzeln und es macht einfach Spass das Buch zu lesen ;-)

Nach der Einleitung habe ich noch das Kapital „Mama allein zu Haus“ gelesen, welches auf Seite 21 endete. Alles in Allem muss ich sagen, ich habe mich dort wiedererkannt … vor allem was die Zwänge angeht, die Mutter sich selbst auferlegt!

Heute z. B. habe ich bis halb vier die Wohnung sauber gemacht, geputzt, gesaugt, gewischt … nebenbei dann immer Tabea beschäftigt und Sie immer wieder mit Essen und Trinken versorgt. Die Stunde Mittagschlaf von Tabea habe ich dann dazu genutzt, schnell überall durchzuwischen, weil unser Hund bei Herrchen im Schlafzimmer lag und es einfach unpraktisch ist zu wischen, wenn ein Kind die ganze Zeit herum läuft …. Nur ganze 5 Minuten davon, habe ich mir für einen schnellen, mittlerweile pisswarmen Kaffee gegönnt … weil der Drang so groß war, endlich die „Bude“ sauber zu haben konnte ich mir keine längere Pause gönnen und das nur damit ich, danach mit Mann und Hund den lästigen Wocheneinkauf erledigen kann und nicht unnötig Zeit verloren geht. Als mein Mann aufgestanden war und dann Tabea vom Mittagschlaf geweckt hatte (er hatte Nachtschicht bis in den Morgen hinein) ist er zusammen mit Tabea noch in der Badewanne verschwunden … Mama hat währenddessen noch ein wenig aufgeräumt und war mittlerweile auch schon geduscht, allerdings nicht vom Wasser, sondern von der Hausarbeit, die einem in einem so späten Stadium der Schwangerschaft nicht mehr leicht fällt … und wegen des schwülen Wetters, was von draußen herein kam. Egal … zum duschen war für Mama keine Zeit mehr. Nachdem Papa und Kind frisch gebadet waren und wir noch schnell einen Snack genommen haben, ging es zum Einkauf. Als wir davon wiederkamen ging es an das Abendessen … mein Mann war so lieb und hat etwas geholfen, sodass ich dann sogar mal fünf Minuten liegen konnte, mit meiner dicken Kugel. ;-)

In dem Kapitel wird auch die Anfangszeit mit dem Stillen aufgegriffen … ich muss gestehen, ich konnte dem Stillen nie etwas abgewinnen. Mich hat es schlichtweg nur genervt und somit dann auch Tabea … schlussendlich war es dann so gewesen, das Mutter und Kind keine ruhige Minute mehr hatten und beide nur noch dauergenervt waren … Tabea weil Sie ständig Hunger hatte und Mama, weil sie keine zwei Stunden am Stück mehr schlafen konnte und das seit Wochen …. Das Stillen an sich fand ich auch nicht so eine tolle Sache. Mag ja sein, dass es Frauen gibt, die das Stillen als schön empfinden … ich nicht und ich konnte da auch keine besondere Nähe usw. zu meiner Tochter entdecken, eher im Gegenteil. Für mich war bei Tabea nach sechs Wochen Schluss mit Stillen und wir stellten auf Flaschennahrung um. Was eine Erleichterung … denn nun konnte Papa auch mal füttern und das Kind war endlich mal länger satt und hat dann auch gleich viel, viel besser geschlafen! Zusammengefasst, waren wir einfach alle so viel zufriedener und für uns war es also auch das Richtige .. die böse Flaschennahrung ;-)

Aufgrund des Schichtdienstes meines Mannes, war es nicht möglich sich in der Nacht abzuwechseln, aber z. B. nach der Nachtschicht blieb er oft noch etwas auf, damit ich dann schlafen konnte … er kümmerte sich dann um Tabea … was ich sehr schön fand. Das läuft auch Heute noch so ab und an und wird wohl, sobald Maja auf der Welt ist, auch wieder eingeführt. Denn mit Tabea hat es sich so eingependelt, das sie meistens durchschläft und dann bis ca. 09 Uhr in der früh.

Fazit zum Stillen bei mir also: Wem es gefällt, der soll es gerne machen … ich nicht … auch wenn es Momentan das non plus Ultra zu sein scheint … mir egal! Flaschenkinder werden auch groß und stark, sieht man an meinem Mann ;-) und das Stillen vor Allergien schützt ist wissenschaftlich gar nicht erwiesen … jedenfalls habe ich keinen Arzt gefunden, der mir das bestätigen wollte, denn ich hab vielfältige Allergien, wurde aber selber als Baby gestillt :-D und das obwohl es zu meiner Geburtszeit gar nicht trendy gewesen war, sein Kind zu stillen! Man muss nämlich nicht immer mit der Mode gehen ….

Ob stillen praktisch ist, mag Einstellungssache sein. Ich fand es überhaupt nicht praktisch … finde die Flasche geben viel praktischer … der einzige Grund den ich auch sehe, ist evtl.. die Geldersparnis … aber die ist es mir nicht Wert, mir noch mal diesen Horror anzutun!

Und die Äußerung die auch im Buch zu finden ist, die von vielen Hebammen so verbreitetet wird … das Stillen die Mutter-Kind-Bindung fördert, bzw. erst aufbaut, weil dort „Kuschelhormone“ freigesetzt werden. Das ist ja wohl völliger Blödsinn. Was ist dann mit den Adoptiv- und Pflegeltern??? Lieben die Ihre Kinder nicht??? Und wie kommt es dann, dass man eine mütterliche Beziehung zu Kindern von anderen Menschen hat, obwohl man diese Kinder auch nie gestillt hat …??? Meiner Meinung nach wird das Thema Stillen derzeit etwas viel betrieben … von daher möchte ich nun hiermit auch damit abschließen und freue mich, das wir für Maja schon Flaschen und Babynahrung im Haus haben ;-) respektiere aber auch alle Mütter, die Stillen …. Jeder ist halt anders, mit anderen Vorlieben und Bedürfnissen ;-)

Das nächste Kapitel ist „Papa allein zu Haus“, werde ich mir gleich wohl noch zu Gemüte ziehen, zusammen mit einem warmen Kakao, bevor ich ins Bett verschwinde.

Hier noch ein Foto von Papa Jörn mit Tabea auf dem Arm, als er das erste Mal eine Flasche geben konnte. Damals war ich in der Abstillphase und habe derzeit abgepumpt. Ich weiss noch, wie schön es mein Mann fand, das er auch endlich mal Tabea füttern konnte :-D

Papa füttert

Eure

RUHRPOTTMUMMY

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