Hier findet ihr weitere Gedanken rund um das Mutter werden und sein … ehrlich und offen!
Update – 21.05.2013:
Die Kinder wachsen, wachsen und wachsen … erstaunlich wie schnell so ein Kind immer und immer selbständiger wird. Phase um Phase arbeiten wir uns vor … mal mehr, mal weniger schön. Mittlerweile haben Mama und Papa ihr Gleichgewicht wieder gefunden und ihre Gedankenwelt auch wieder anderen Dingen gewidmet …
Mir ist aufgefallen, das es von Maja hier gar keinen Geburtsbericht gibt – naja – Kurzfassung – tagelanges Einleiten ohne Erfolg, wieder einleiten … nach über 30 Stunden wehen, dann der Kaiserschnitt … dann war die Maja da … mehr Infos gibt es hier …
Tabea kommt ganz nach Papa und die Maja ist ganz die Muddi … so der derzeitige Stand
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Nachdem ich hier vor kurzem den Geburtsbericht von Tabea veröffentlicht habe, möchte ich Heute einfach drei Gedichte einstellen, die ich sehr schön finde und die ich bekommen habe, als wir 2008 unseren kleinen Engel verloren haben. Ich habe mir diese Gedichte danach noch öfter mal durchgelesen, denn danach hatte ich noch mehrere Fehlgeburten, bevor wir endlich Tabea in den Armen halten konnten. Seitdem sind Sie fast in Vergessenheit geraten bei mir … aber als kleine Erinnerung stelle ich Sie hier nun ein:
Wenn kleine Engel schlafen gehn,
dann kann man das am Himmel sehn.
Denn für jeden Engel leuchtet ein Stern,
deinen seh ich besonders gern!
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Sternen sollten leuchten!
Engel sollten fliegen!
Kinder sollten spielen!
Du bist mein leuchtender Stern am Himmel!
Du bist mein fliegender Engel!
Und ich bin Deine Mama, die in Gedanken mit Dir spielt!
Und ich bin Deine Mama, die Dich für immer liebt!
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Du zeigtest mir das Leben …
Ich wollte dich ein Stück im Leben begleiten,
dir die schönen, aber auch die traurigen Seiten
dieser Erde zeigen.
Ich wollte mit dir die kleinen
und die großen Sorgen teilen
wollte mit dir lachen,
wollte mit dir weinen,
wollte viele Jahre mit dir gemeinsam
auf dieser Welt verweilen.
Das Schicksal aber wollte anders,
du solltest mir all diese Dinge zeigen.
Du sollstest mir zeigen,
was kleine und was große Sorgen,
du meine Kleine solltest mich
als Engelchen durchs Leben begleiten.
Du hast mir die Augen geöffnet,
du zeigtest mir was wirklich wichtig.
Du gibst mir die Kraft die ich brauche,
um auf dieser Welt zu existieren.
Du mein Engelchen zeigtest mir das Leben …
Eure
RUHRPOTTMUMMY - 02.08.2011
Geburtsbericht
Tabeas Ankunft, am 04. Dezember 2009 um 11:32 Uhr in der 38. Schwangerschaftswoche per Schnittgeburt … heiss ersehnt und doch gefürchtet!
Ca. in der 30 Schwangerschaftswoche war klar, das eine natürliche Geburt für mich in der Schwangerschaft mit Tabea nicht möglich war, bzw. viel zu gefährlich für mich und die kleine Tabea Marie gewesen wäre.
Tabea hatte die ganze Schwangerschaft über verkehrt herum unter meinem Rippenbogen verbracht. Da ich leider viel zu wenig Fruchtwasser hatte konnte Sie sich bereits in einer frühen Schwangerschaftswoche nicht mehr drehen …
Meine Plazenta hatte leider frühzeitig begonnen sich zu verabschieden, was die Angelegenheit nicht vereinfachte … der Mutterkuchen lag ebenfalls falsch und zusätzlich hatte Tabea die Nabelschnur noch drei Mal um ihren Körper gewickelt, was sich allerdings erst nach der Schnittgeburt herausstellte und meine Ablehnung zum Thema „von außen das Kind drehen“ bestätigt hatte …
Also wurde Anfang der 30 Schwangerschaftswoche beschlossen, das ein geplanter Kaiserschnitt erfolgen sollte, was für mich ein riesen Schock war. Denn das war genau das, wovor ich immer so viel Angst gehabt hatte … Kaiserschnitt … eine OP …. Bauchaufschneiden …. 7 Schichten werden durchschnitten …. HILFE!!!
Wir machten also einen Termin im Krankenhaus, um uns zur Geburt anzumelden und den Kaiserschnitt zu planen. Mit dem Mutterpass und den Unterlagen die uns der Arzt mitgegeben hatte, erschienen wir zum Anmeldungstermin. Zu dem Zeitpunkt war ich in der 32 Schwangerschaftswoche.
Es begrüßte uns am Kreissaal eine Hebamme, die dann erste einmal ein CTG schrieb und alle wichtigen Daten aufnahm. Danach folgte ein Aufklärungsgespräch bezüglich der Schnittgeburt mit dem Oberarzt und wir machten einen Termin diesbezüglich aus. Danach ging es weiter zum Narkosearzt, mit dem dann eine Spinalanästhesie vereinbart wurde und zwei Mal Blut lassen musste ich auch noch. Dann war alles geregelt und wir fuhren nach Hause …
Daheim angekommen, stand nun fest … in 6 Wochen ist es soweit, Kaiserschnitt und da musst du durch, ob du willst oder nicht … was für mich ein echt harte Tatsache war, die mich die Wochen bis zum OP-Termin mehr oder minder schlecht, bis gar nicht schlafen ließ! Mein Mann versuchte mich immer wieder zu beruhigen, ich selbst beruhigte mich etwas mit Fakten zu Schnittgeburten und mit der Tatsache das mein Mann im OP anwesend sein wird, ich also nicht alleine bin … trotzdem blieb natürlich eine nicht geringe Restangst vor der OP.
In der 37 Schwangerschaftswoche bekam ich dann plötzlich Wehen, wohl auch weil ich zu der Zeit eine dicke Bronchitis hatte …
Ich saß nun am Abend daheim und hatte plötzlich wehen … mein Mann war nicht da, denn der hatte Nachtschicht … normalerweise wäre es kein Problem gewesen, wenn nicht zu diesem Zeitpunkt zwei ausgebrochene Häftlinge hier durch NRW liefen, die wieder aufgegriffen werden mussten. Bedeutete für mich, mein Mann konnte genau an dem Abend nicht einfach vom Dienst abtreten und musste erst um Ersatz bitten für den Notfall … leider hatte ich aber so lange keine Zeit zu warten … also fuhren mich meine Schwiegereltern ins Krankenhaus, wo die leitende Hebamme des Abends mich erst einmal beruhigt und ein CTG schrieb, auf dem deutliche Wehen zu sehen waren. Danach wurde ich untersucht und letztendlich wurde mir angeboten, den Kaiserschnitt noch heute Abend durchzuführen, weil ja eine normale, vaginale Geburt nicht möglich war und ich ja Wehen hatte …
Der Misstand das mein Mann nicht anwesend war und ich ziemlich in Panik geriet, lösten bei mir aus, das die Wehen zurück gingen, was per CTG auch nachgewiesen wurde … letztendlich durfte ich nach Mitternacht wieder nach Hause, da ich dem leitenden Arzt versprochen hatte, umgehend zurück zu kehren, wenn die Wehen wieder kommen … dazu kam noch, das wir keine 5 Minuten vom Krankenhaus entfernt wohnen, der Weg ist also nicht weit.
Die Wehen kamen nicht wieder ….
Dann kam der Abend vor der OP, Mensch war ich aufgeregt, was gingen mir alles für Gedanken durch den Kopf, Angst und Freude wechselten sich im Minutentakt ab. Geschlafen habe ich in der Nacht auch nur eine Stunde … um halb sechs war dann wieder aufstehen angesagt und wir fuhren ins Krankenhaus und betraten den Kreißsaal. Weil noch Zeit bis zur OP war, bezogen wir erst einmal unser Familienzimmer und ich bekam den schönen OP-Kittel an und wartete und wartete ….
Um halb elf ca. wurde ich dann endlich abgeholt und in ein Nebenzimmer des OP-Raumes gebracht. Dann bekam ich erst einmal drei Zugänge gelegt, was sehr schmerzhaft war und ich glich eher einem Roboter …. Dann ging es zu Fuß in den OP. Mein Mann zog sich währenddessen OP-Kleidung an.
Ich lief also mit den „hübschen“ Stützstrümpfen und dem „modischen“ OP-Kittel in den OP-Raum und wurde von der Narkoseärztin begrüßt, die fragte wie ich denn geschlafen hätte …
Dann musste ich auf den OP-Tisch hoch steigen, bzw. setzen, damit die Narkoseärztin mir die Spinalanästhesie verpassen konnte … das ging alles recht zügig, allerdings war der Einstich sehr prägnant und bohrt sich bis Heute in mein Gedächtnis ein …
Binnen Sekunden begann die Betäubung zu wirken und ich merkte wie alles ganz warm wurde, es fühlte sich alles wie eingeschlafen an … mittlerweile lag ich natürlich auf dem OP-Tisch, beide Arme rechts und links in einer Halterung an diversen Kabeln angeschlossen usw. ….
Langsam wurde ich ungeduldig, weil ich meinen Mann nirgendwo sehen konnte … bis ich dann endlich registrierte, das dieser schon neben mir Stand
ich hatte in dem Trubel in den grünen OP-Klamotten mit Mundschutz gar nicht wahr genommen …
Er gab mir die Hand, die schweißnass war … die Narkoseassistenz fragte dann ob ich noch eine Hand haben wollte und obwohl ich sonst nicht so bin sagte ich sofort JA und packte ihre Hand
Dann ging es auch schon los. Noch bevor ich das richtig verstanden habe, berichtete mir die Narkoseassistentin der Bauch wäre schon offen, in mindestens 5 Minuten wäre Tabea da … kurze Zeit später, äußerte dann die Narkoseärztin … ich solle mich nicht erschrecken, es würde jetzt ziemlich rütteln aber das müsste so … und zack wurde ich auf dem OP-Tisch hin und hergerüttelt … dann hörte ich den Operateur plötzlich mit meiner Tochter reden „Du machst das richtig, du bringst gleich die richtige Einstellung mit ins Leben … du bist aber eine Süße“ … meine Tochter lag ja verkehrt herum, deswegen hat der Operateur zuerst nur den Popo von Tabea gesehen
deswegen das mit der Einstellung zum Leben
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Dann wurde Tabea der Hebamme übergeben, welche Sie gleich in das Zimmer nebenan brachte, wo Kinderarzt und Helfer schon bereit standen. Mir wurde dann gesagt, Kind ist da … gesehen hatte ich Sie da noch nicht, auch nicht gehört … das änderte sich aber schlagartig als ein meckerndes schreien aus dem Nebenzimmer kam, worüber ich mich regelrecht erschreckt habe
Dann hörte ich auch schon die Absaugpumpe … Langsam fing die Betäubung an bei mir nach oben zu steigen. Also es wurde immer mehr und mehr meines Körpers betäubt … leider konnten Sie mich nicht sofort etwas hoch lagern, das war in diesem Moment noch nicht möglich …
Die Betäubung stieg nun immer höher, bis ich plötzlich vom Hals ab gar nichts mehr spürte … was ich auch der Narkoseärztin mitteilte. Diese wollte mich beruhigen, indem Sie äußerte, sie wissen aber, Luft bekommen Sie trotzdem, auch wenn Sie das Atmen nicht mehr richtig spüren … ich versuchte mich zusammen zu nehmen … sah aber wie schon wie man die Maske bereit hielt, um mich ggf. sofort in Vollnarkose zu versetzen … das wollte ich aber auf keinen Fall …
Mittlerweile war die Narkose bis zur Nase hochgestiegen … dann endlich konnten Sie mein ein klein wenig hoch beugen, damit die Betäubung wieder „runter viel“ vom Oberkörper … leider konnte ich bei dem Vorgang beobachten, wie mein Bauch so offen aussieht, weil die auch das OP-Tuch kurz hochheben mussten … kein schöner Anblick …
Dann endlich kam die Hebamme, mit unserer Tochter im Arm. Da ich ja festgeschnallt war, auch mit den Armen konnte ich Tabea natürlich nicht halten. Deswegen legten Sie Tabea zu mir auf den OP-Tisch und mein Mann musste mit festhalten. Dann befreiten Sie allerdings eine meiner Hände, damit ich wenigstens mit der Hand mal meine Tochter anfassen konnte.
Das erste was ich gesagt habe, als ich Tabea Marie das erste Mal gesehen habe war … die sieht ja genau so aus wie ich als Baby ![]()
Dann musste ich erst mal gucken und wusste auch gar nicht mehr was ich sagen soll … das dauerte auch eine ganze Zeit, bis mein Mann fragte ob alles ok wäre und ob wir nicht eine hübsche Tochter hätten …
Dann wurde das erste Familienfoto im OP-Saal von der Hebamme geschossen …
Nun musste Tabea wieder zu den Ärzten, damit Sie noch mal kontrolliert werden konnte. Mein Mann konnte nun aber mitgehen, währenddessen ich im OP verblieb, weil ich ja noch zugenäht werden musste …
Ca. eine halbe Stunde später war ich dann wieder „zu“ und wurde in einen Kreissaal gefahren, indem sich Tabea Marie und Papa schon befanden. Papa hielt seine Minnie auf dem Arm und stand am Fenster und erklärte der kleinen Dame schon mal die Welt … gewaschen und versorgt war Sie da schon, das hatte mein Mann mit der Hebamme zusammen gemacht.
Dann legte mir mein Mann die Kleine in den Arm und noch immer war ich irgendwie total überfordert mit der Situation … ewig träumt man davon Mama zu sein, wenn man es dann wird, weiss man erst gar nicht, wie man damit umgehen soll …
Leider hatten Sie im Kreissaal das Schmerzmittel etwas hoch dosiert und ich bekam das Gefühl ich fliege … was mir nicht gefiel. Daraufhin bat ich um Reduzierung des Mittels, was auch direkt gemacht wurde.
Nach ca. einer weiteren Stunde wurden wir dann ins Familienzimmer verlegt.
Mein Mann hat die Nächte im Krankenhaus verbracht, dank des Familienzimmers war dies möglich. Endlich alleine im Krankenhauszimmer konnte ich mir endlich in Ruhe meine Tochter angucken und mich mit ihr vertraut machen …
Mein Mann hingegen war schon direkt in der Paparolle aufgegangen, was ich von mir nicht sagen kann …. Ich brauchte eine zeitlang, dazu aber ein anderes Mal mehr.
Am Montag bin ich dann nach Hause gegangen, weil ich noch am Tag der OP aufgestanden bin. Am Samstag habe ich die Zugänge abnehmen lassen und bin auf Tabletten umgestiegen und am Sonntag bereits brauchte ich nicht mehr so viel Schmerzmittel.
Um Tabea hatte ich mich von Anfang an selbst gekümmert, das kam auch gar nicht anders für mich in Frage. Natürlich hat mein Mann mitgeholfen, aber im Kinderzimmer abgeben war für mich indiskutabel, da bin ich vielleicht eigen … aber ich fand es gut so
Das Frühstück war übrigens wahnsinnig lecker, ein riesen Auswahl … und als ich bereits am Samstagmorgen zum Buffet gelaufen bin, guckten zwar die Krankenschwestern komisch, weil ich schon wieder auf den Beinen war … aber ich würde es immer wieder so machen!
Ich war heilfroh, als wir am Montag zu Hause waren. Im Krankenhaus kann ich mich nicht erholen auch an die Umgebung kann ich mich nicht gewöhnen und ich war auch froh, meine Dusseldogge Bambi wieder zu sehen, die hatte ich in den Tagen schon schwer vermisst
Was ich vermisst habe bei der Schnittgeburt … ganz einfach Dinge, an denen ich am Anfang aber hart zu kämpfen hatte …
Z. B. das man sein Baby erst einmal ohne Kleidung sieht und sich auf den Bauch legen kann … hatte ich nicht … Tabea kam direkt angezogen zu mir. Das ich bei der ersten Untersuchung nicht dabei sein konnte, weil ich ja noch im OP gewesen war … das ich nicht mit den eigenen Augen gesehen habe, wie Tabea das Licht der Welt erblickt hat … das war am Anfang echt schwer für mich. Heute ist es nicht mehr von Bedeutung, aber am Anfang war ich sehr traurig darüber … weil ich einfach das Gefühl hatte, ich habe da was verpasst.
Heute sehe ich das anders. Das kuscheln ohne Kleidung haben wir halt daheim nachgeholt und ich bin froh das es Heute solche Möglichkeiten gibt. Denn bei einer normalen Geburt, wäre es sicherlich nicht so gut verlaufen …. Und mit der Schnittgeburt waren Mama und Kind gesund!
Aufgrund der Mangelversorgung in den letzten Wochen der Schwangerschaft, wog Sie nur 2,5 Milchpackungen und war 49 cm groß. Klein und dünn aber fit … so sagten die Ärzte und die Hebamme … das war alles was wichtig war und Tabea hat alles schnell aufgeholt …
In meiner jetzigen Schwangerschaft läuft es besser, das Kind liegt richtig herum nach unten ist schon für die Schwangerschaftswoche ziemlich groß, aber nicht ungewöhnlich schwer … manch einer fragt sich … wenn er mich und meinen Mann sieht … wo kriegen die so große Kinder her
… gute Gene, gute Gene
– sag ich nur
Ich wünsche mir für diese Schwangerschaft nach Möglichkeit eine natürliche Geburt … vielleicht klappt es ja … drückt mir die Daumen
Eure
RURHPOTTMUMMY – 28.07.2011


So schön geschrieben *seufz* – und eine goldige kleine Maus! Ich kann deine Gefühle was den KS betrifft nachvollziehen. Bei studivz habe ich eine Gruppe dazu gegründet: “Ungewollter Kaiserschnitt – Trauma nach Kaiserschnitt” – falls du noch Redebedarf hast
LG,
Miriam