Maja Sophie ist endlich da, nach fast vier Wochen warten, bangen und hoffen!

Am 14. Oktober 2001 um 13:37 Uhr erblickte Maja Sophie „per Klappenöffnung“ das Licht der Welt. Sie wog bei Geburt 3515 Gramm und ihre Größe betrug 54 cm bei einem zierlichen Kopf von 35 cm. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg, der am 20ten September begann. An diesem Tag wurde ich zum Uniklinikum überwiesen, da bei der letzten Untersuchung nicht mehr alles so optimal war und es mir körperlich sehr schlecht ging. Am 21ten September hatten wir dann direkt einen Termin zur Beratung im Klinikum. Dabei wurde aufgrund des Befundes entschieden, das ich am 22ten September zum einleiten kommen sollte. Da mein Mann keinen Urlaub hatte, mussten wir am 21ten noch „schnell“ meine Mutter aus dem ca. 200 km entfernten Loeningen abholen, damit diese während meines Krankenhausaufenthaltes unsere „große“ Tabea hüten konnte.

Am 22ten gegen neun Uhr begann dann die erste Einleitung, nachdem mir für Notfälle, oder evtl. Medikamentengaben ein Zugang gelegt wurde. Ich bekam eine Einleitung mittels Gel. Aufgrund des vorangegangenen Kaiserschnittes bei meiner „Großen“ war keine andere Einleitung möglich. Ab der ersten Gelverabreichung musste ich nun stündlich, bzw. alle zwei Stunden an das CTG zur Kontrolle und alle 6 Stunden gab es neues Gel. Dabei wurde die Dosis von 1 % auf 2 % Gel erhöht. In der Zwischenzeit ging ich spazieren, lass auf meinem Zimmer oder versuchte etwas zu ruhen. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich erste Reaktionen auf das Gel, leider nicht nur in Form von Wehen, sondern auch in Form von Übelkeit und erbrechen, was eine Nebenwirkung des Gels sein kann. In der ersten Nacht wurde dann entschieden mit der Weiterverabreichung des Gels auf Morgen zu verschieben, damit ich etwas schlafen konnte. Meine Zimmernachbarin war ebenfalls zur Einleitung dort. Bei ihr zeigten die ihr verabreichten Tabletten bereits am ersten Tag, gegen Mitternacht solche Wirkung, das diese kurz nach Mitternacht in den Kreißsaal wechselte und am nächsten Tag zur Mittagszeit mit ihrem Söhnchen wieder ins Zimmer gebracht wurde … beneidenswert fand ich dies natürlich zu diesem Zeitpunkt und hätte gerne mit ihr getauscht. Bei mir ging dann an diesem Tag die Einleiterei“ weiter mit der Folge, dass ich in der Nacht von Freitag auf Samstag mit Wehen in den Kreißsaal verlegt wurde. Allerdings war es der Diensthabenden Hebamme zu heftig und diese verabreichte mir gegen 4 Uhr in der Nacht etwas zur Entspannung und gegen die Schmerzen. Leider wirkte das Verabreichte in der Weise, das die Wehen dann am Morgen um halb acht wieder verschwunden waren ….

Dann gab es eine Pause bis Mittag, in der ich versuchte etwas zu Essen und mich etwas auszuruhen, dann fing der „Tanz“ von vorne an … allerdings zeigte nun das Gel keine Wirkung mehr … auch laufen, Treppen steigen und das Baden in der Wanne brachten keinen Erfolg mehr …. Maja ging es aber die ganze Zeit über gut und durch die Infusionen und das mehr an Ruhe war auch wieder mehr Fruchtwasser vorhanden. Ich war aber ziemlich fertig und so beschlossen mein Mann und ich, das ich an diesem Samstag Abend erst einmal wieder nach Hause gehe, da es dem Kind ja wieder super gut ging und es keine medizinische Notwendigkeit für eine Re-sectio zu diesem Zeitpunkt gab. Zu Hause wieder angekommen ging es mir gleich etwas besser und ich schlief fast wie ein Baby in dieser Nacht.

Ab diesem Zeitpunkt musste ich dann alle zwei Tage ca. ins Klinikum zur Kontrolle. Es wurde immer CTG geschrieben und Ultraschall gemacht, um nach dem Kind und speziell der Versorgung zu schauen. Maja hielt sich wacker und so durften wir nach jeder Kontrolle wieder heim. Über den Termin sollte ich allerdings mit den Werten nicht kommen, aber ein paar Tage hatte ich ja noch, bis der errechnete Termin anstand. Ich nahm wirklich jede Möglichkeit an, die geburtsfördernde Wehen auslösen kann. Akupunktur, viel laufen, natürliche Prostalgine ;-) , scharfes Essen, Massagen, heiß duschen … brachte alles nix. Auch der Wehencocktail hatte nicht die gewünschte Wirkung, sodass ich diesen nach ein paar Tagen wiederholte … auch mit wenig Erfolg. Am Tag vor dem ET war dann wieder Kontrolle im Krankenhaus. Dort wurde entschieden, das ich dann am Freitag ET+1 zum erneuten Einleiten kommen sollte. Allerdings bekam ich in dieser Nacht eigene Wehen, die sich auch bis zur Kontrolle am Donnerstag um halb acht hielten. Es wurde dann verabredet, das ich noch mal zum Frühstück heim könnte und dann wieder kommen sollte. Am Nachmittag waren wir dann wieder in der Klinik und eine Ärztin machte die Eipollösung bei mir. Daraufhin gingen bei mir die Wehen dann auch so richtig los … und am Abend um halb zehn, kehrten wir erneut ins Klinikum zurück mit Wehen im 3 Minuten Abstand. Wir bekamen dann ein Familienzimmer, es wurde CTG geschrieben und ich bekam wieder diesen ungeliebten Zugang gelegt. Dann durfte ich noch mal eine Stunde laufen, bevor die Hebamme vorschlug, das ich nun in den Kreißsaal gehen sollte, da die Wehen sehr stark waren und mein Muttermund sich etwas mehr geöffnet hatte. Kurz und knapp geschrieben, folgten nun weitere 8 Stunden starke Wehen, die aber leider nicht wirklich etwas am Muttermund bewirkten. Bei der Untersuchung am Morgen um acht Uhr, war der Muttermund bei nur etwas mehr als 2 cm und selbst die erfahrenste Hebamme, war sich nun nicht mehr sicher, ob ich mich nun unter der Geburt befinde oder nicht …

Wir gingen dann zum Frühstücken wieder auf unser Zimmer. Ich war völlig fertig. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nun schon über 30 Stunden Wehen, die nichts wirklich bewirkten, außer eine Menge schmerzen. Die Ereignisse der letzten Wochen taten ihr übriges und ich stand wirklich kurz vorm Kollaps, weil ich schlicht und einfach nicht mehr konnte! Dann kamen die leitende Oberärztin und der Oberarzt zu mir ins Zimmer, denen die Sache auch nicht mehr geheuer war. Sie rieten mir beide zum Kaiserschnitt, da letztendlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft waren und meine Wehen nun nach 30 Stunden wieder weniger wurden … es sprach also alles dafür, das irgend etwas gegen eine natürliche Geburt spricht. Die Ärzte gingen von einem Missverhältnis meines Beckens aus.

Mir war auch klar, das normalerweise eine Frau mit regelmäßigen Wehen im Abstand von drei Minuten nicht am Morgen ohne Baby wieder aus dem Kreißsaal spaziert und das meine Chancen auf eine normale Geburt so gut wie versiegt waren. Das musste ich mir nun auch einfach eingestehen und unter keinen Umständen wollte ich noch riskieren, dass Maja auf die letzten Stunden etwas abbekommt, denn damit hätte ich nicht Leben können!

Ich stimmte also noch im Zimmer dem Kaiserschnitt zu und der mich dann operierende Oberarzt organisierte die OP innerhalb von zwei Stunden. Gegen 1 Uhr wurde ich dann in den OP gefahren. Bereits auf dem OP-Tisch unterschrieb ich dann noch die Unterlagen für die Spinalanästhesie, währenddessen mir noch mehr dieser ungeliebten Zugänge gelegt wurden. Mein Mann war zu dem Zeitpunkt auch schon im OP und saß hinter mir bei den Anästhesisten.

Dann wurde die Spinale gesetzt. Leider zog sich das etwas hin und ich bekam Panik. Mir wurde schwindelig und übel und die Stimmen um mich hörte ich auch nur noch mäßig, was ich auch mitteilte. Die anwesende Hebamme reagierte darauf einfach spitzenmäßig und nahm sich meiner an. Sie schaffte es wirklich, meine Stimmung umzukehren und mir die Panik etwas zu nehmen. Mein Mann sagte im nachhinein er hätte das sehr rührend gefunden, wie die Hebamme sich meiner angenommen hätte und das Sie uns quasi gerettet hätte, denn ansonsten wäre das ganze wohl in einer Vollnarkose geendet, was sicherlich passiert wäre, hätte Sie mich nicht so beruhigen können. Nachdem dann die Panik überstanden war, wurde dann noch mal die Spinale gesetzt und ich wurde dann ganz schnell hingelegt, damit die Betäubung wirken kann. Die ungeliebte Betäubung fing also an zu wirken und ich war wirklich HAPPY, dass ich nicht in Ohnmacht gefallen bin. Dann wurde getestet, ob ich auch richtig betäubt bin und schon ging es los mit dem Kaiserschnitt. Dann ein kurzes ruckeln und schon schrie Maja wie am Spieß und war geboren. Dieses Mal wurde Sie mir sogar kurz gezeigt, bevor Sie zu den Kinderärzten gebracht wurde, was ich sehr schön fand. Papa rannte direkt hinterher, um sich seine Maja anzugucken und ich schielte durch das Fenster, was dort in dem Raum vor sich ging. Dann schon kam der frischgebackene Zweifachpapa mit Maja auf dem Arm zurück in den OP und ich konnte Sie anfassen und streicheln. Mensch war ich froh, das die Kleine endlich da war und ich war regelrecht überwältig von ihren vielen Haaren auf dem Kopf. Kurz darauf nahm die Hebamme dann Maja mit in den Kreißsaal, der Papa blieb bei mir bis ich fertig genäht war. Danach ging es zu Maja in den Kreißsaal, wo wir vier Stunden blieben zur Überwachung und wo wir uns dann kennen lernen konnten. Als ich auf das Zimmer gebracht wurde, war ein Teil der Betäubung bereits wieder verschwunden und am Abend um ca. 22 Uhr bin ich dann das erste Mal aufgestanden und habe mir dann den ätzenden Katheter ziehen lassen, denn ich ganz und gar nicht mag! Gegen die Schmerzen habe ich auf meinen Wunsch hin Paracetamol und Ibuprofen genommen, weil ich damit bei Tabeas Kaiserschnitt auch schon am Besten zu recht gekommen bin. Die Infusionen machen mich nämlich immer ziemlich schwindelig und das mag ich nicht! Einen Zugang hab ich dann auch gleich an dem Abend ziehen lassen, denn der Tat wirklich sehr weh. Schlaf konnte ich in der Nach nicht wirklich finden, denn Maja musste ständig würgen und spucken, weil Sie noch so viel Fruchtwasser im Bauch hatte. Gegen halb fünf schlief Sie dann, aber da ja ab halb sieben das Treiben im Krankenhaus so richtig Aufwind bekommt, wurde Sie leider ständig von hereinrauschendem Personal geweckt. Am Mittag bin ich dann zusammen mit Maja und meinem Mann etwas im Krankenhaus spazieren gegangen und habe mir dann gegen Mittag den letzten Zugang ziehen lassen.

Am Samstag Abend bin ich dann nach Rücksprache mit meiner Hebamme nach Hause gegangen, da ich in einem weiteren Aufenthalt im Krankenhaus keinen Sinn sah und meine „Große“ daheim langsam verkümmerte und die Welt überhaupt nicht mehr verstand, nachdem ja nun schon fast vier Wochen … Mama ständig mal nicht da war und irgendwie alles nicht wie sonst war. Auch die Oma wollte langsam mal wieder nach Hause Richtung Norden!

Die benötigten Trombosespritzen wurden mir mitgegeben und meine Hebamme hat Sie mir dann gespritzt. Schmerzmittel und Lefax gegen die Blähungen nach der Bauch-OP hatte ich eh daheim. Auch dass wir quasi um die Ecke vom Klinikum wohnen, machte mir die Entscheidung nach Hause zu gehen noch einfacher!

Meine Hebamme kam dann die ersten Tage zwei Mal am Tag um nach Maja und mir zu gucken. Jetzt kommt Sie nur noch einmal am Tag, was ich aber auch ausreichend finde. Die U2 wurde dann vom Kinderarzt gemacht, der dafür sogar zu uns nach Hause kam. Alles sehr komfortabel wie ich finde und viel schöner als im Krankenhaus. Die ersten Tage waren einfach super schön, dieses kennen lernen daheim ist viel besser, als wenn man im Krankenhaus ist. Auch das Stillen klappt wunderbar, zu Hause geht einfach alles, viel, viel leichter und ist viel entspannter als in Krankenhausumgebung. Auch die „Große“ Schwester hat ihre „kleine“ Schwester mittlerweile ziemlich lieb gewonnen, nachdem sie erst sehr skeptisch und ängstlich war. Aber all das legte sich ab dem Zeitpunkt, wo wir wieder alle daheim waren … in gewohnter Umgebung stellte Tabea recht schnell fest, das es auch ganz schön cool ist, große Schwester zu sein :-D

Gestern war ich dann kurz in der Ambulanz im Klinikum, da sich ein klein wenig Wundsekret an der Narbe gebildet hatte. Gab aber Entwarnung von der Oberärztin, die an dem Tag Dienst hatte. Sie hat die Stelle kurz desinfiziert und ich soll dort nun eine Kompresse drauf machen, damit die Stelle einfach trocken bleibt. Ansonsten verheilt die Narbe super und im Gegensatz zum ersten Kaiserschnitt ist fast gar nix taub. Nur ein ganz kleiner Bereich um die Narbe, ansonsten spüre ich alles. Ich hoffe, die Heilung schreitet so schön voran und ich freue mich dann, bald mit meinem Zumba anzufangen :-D aber da werde ich wohl noch etwas warten müssen.

Blöd ist nur, das ich nicht viel heben darf, denn ich kann Tabea nicht mehr heben, was Sie nicht immer versteht und wenn mein Mann wieder zur Arbeit muss, müssen wir uns noch was einfallen, wie ich die „Große“ aus dem Kinderbett bekomme und all so was … aber erst einmal freuen wir uns auf das Wochenende, hoffentlich mit schönem Wetter, bei dem wir dann den ersten Spaziergang mit zwei Mädels machen können :-D

Maja ist soweit sehr lieb, außer wenn Sie Hunger hat :-D dann schreit Sie wie am Spieß ;-) und Windeln wechseln mag Sie auch nicht. Ansonsten ist Sie sehr verschmust und schläft am Liebsten bei Mama und Papa auf der Brust :-D

Würde ich noch mal ein Kind bekommen, ich würde immer wieder ins Uniklinikum gehen. Fand die medizinische Betreuung wieder sehr gut und habe mich dort speziell auch während der OP zu jedem Zeitpunkt gut und professionell aufgehoben gefühlt. Auch fand ich gut, dass mir wirklich die Chance eingeräumt wurde natürlich zu entbinden und nicht gleich auf den Kaiserschnitt geschielt wurde. Dass es letztendlich doch keine andere Möglichkeit gab, konnte man vorher ja nicht wissen.

Für mich steht allerdings fest, ich möchte definitiv keine weiteren Kinder. Wäre das mit der Re-sectio vorausschaubar gewesen, hätte ich direkt eine Sterilisation mit eingeplant, aber da ich bei Entscheidung zur Re-section Wehen hatte und die OP kurzfristig organisiert wurde, war dafür leider keine Zeit mehr und rechtlich darf man für die Erklärung zur Sterilisation nicht unter Wehen stehen. Allerdings haben wir uns nun schon anderweitig für eine 100% sichere Verhütungsmethode entschieden ;-) die wir dann in Kürze in Angriff nehmen werden, damit dies kein Thema mehr sein muss und man diesbezüglich frei im Kopf sein kann.

Wir sind froh, nun unsere zwei Mädels zu haben, das reicht uns voll und ganz :-D :-D :-D und wir freuen uns auf die Zukunft mit Ihnen!

Vielen, vielen Dank an das komplette Team der Frauenlinik des Uniklinikums Essen, besonders Frau Dr. Könniger, Herr Dr. Callies, Frau Dr. Schmidt, dem kompletten Team des Kreißsaales und besonderen Dank an Hebamme Bedia für die tolle Unterstützung, sowie meiner betreuenden Hebamme Brigitte Bremer.

Und natürlich auch einen ganz lieben Dank an meine Mutter, die hier die ganze Zeit daheim bei uns die Stellung gehalten hat :-D

Die Bauchlüge

Gestern bin ich mit dem Buch in der Hand eingeschlafen, weil ich einfach sehr müde war. Deshalb habe ich gestern nicht mehr allzu viele Seiten gelesen. Vielleicht schaffe ich gleich noch ein paar Seiten, obwohl mir die Augenlieder momentan auch schon wieder bis zum Fußboden reichen. Es ist ja schön wenn man müde ist, aber eher unschön, das man mehrfach die Nacht wach wird, weil das Kind auf meinen Venen rumturnt …. Naja noch ca. 59 Tage … der Countdown läuft …

Ich finde es schön, dass es auch noch ehrliche Frauen, wie die Autorin Julia vom Buch Kinderkacke gibt. In mehreren Passagen ist die Rede davon, wie unzufrieden Sie noch mit ihrem „Restbauch“ ist und wie nahe ihr dieser Zustand insgesamt eigentlich geht … na endlich mal eine die ehrlich ist :-D

Ansonsten hört man ja fast nur Traumstorys diesbezüglich … mein Bauch war direkt wieder wie vorher, oder meiner war schon ein paar Tage später wieder wie früher, bei den Meisten soll er spätestens sechs Wochen später ausgesehen haben wie vor der Schwangerschaf … glaubt ihr das???? Ich nicht, bei der ein oder anderen mag es ja relativ schnell wieder so gewesen sein, bei der großen Masse, so behaupte ich, dauert es mindestens 6 Monate bis der Körper wieder annähernd so aussieht wie vorher … und einiges geht auch gar nicht mehr weg, z. B. Schwangerschaftsstreifen … die werden zwar heller, sind aber dadurch auch nicht schöner finde ich …

Stellt sich nun die Frage, lügen so viele Frauen bewusst, oder unbewusst … wieder denke ich beides! Finde ich sehr schade, ist nicht gerade aufbauend, wenn man nach der Entbindung aussieht, wie ein Mastschwein und nur Traumstorys erzählt bekommt … „mein Bauch war sofort wieder wie vorher … passte direkt wieder in 36“ und all so was … kann nur sagen … wer es glaubt wird selig!

Ich jedenfalls gebe offen zu, dass ich auch das Bauchproblem hatte. Nach der Entbindung war der Bauch zwar kleiner, etwa so wie im 5/6 Monat, aber er war halt noch recht groß … mit den darauffolgenden Wochen wurde es zum Glück etwas besser. Allerdings war er erst drei Monate später wieder einigermaßen in Form … obwohl man von Form da auch noch nicht reden konnte. Super weich war er zwar, aber das war kein schönes Gefühl. Zudem war er einfach schwabbelig, was ich auch nicht gerade attraktiv fand. Zum Glück durfte ich dann endlich mit der Rückbildung anfangen. Die halb zwar, aber brachte auch noch nicht so die tollen Ergebnisse. Als Tabea 5 Monate alt war, fing ich mit richtigem Bauchmuskeltraining an … jeden Tag, habe ich mich daheim auf die Matte gelegt und fleißig Übungen gemacht. Dann habe ich zusätzlich angefangen zu laufen. Dazu noch Aerobic … weil ich noch 8 Kilo mehr drauf hatte, wie vor der Schwangerschaft. Eigentlich war es so, das ich bis zur 36 Woche 10 Kilo dazugelegt hatte, innerhalb der 37 Woche und der 38 Woche, habe ich dann insgesamt 15 Kilo an Wasser zugelegt … ich dachte ich platze! Ich erinnere mich nach wie vor, was ein ekelhaftes Gefühl es war, so voll Wasser zu sein. Mein damaliger Frauenarzt machte allerdings keinen Anstand mal die Blutwerte zu checken, auch das mein Blutdruck, der sonst immer bei 120 zu 80 oder niedriger lag, nun plötzlich bei 160 bis 180 lag, sah er als normal an ohne es weiter zu untersuchen …

In der 38. Woche wurde Tabea dann per Kaiserschnitt geholt. Nach der Entbindung bin ich sofort als es ging auf die Waage gestiegen, als gäbe es nix wichtigeres im Leben. Traurigerweise musste ich da feststellen, das ich „nur“ 15 Kilo weniger wog und das obwohl ja „schon“ ein Tag seit Entbindung vergangen war … ich hatte zu dem Zeitpunkt also noch 6 Kilo mehr auf den Rippen, wie zu Beginn der Schwangerschaft. Da hab ich mir dann quasi selber mut zugesprochen und gesagt … die restlichen sechs schaffst du auch noch in den nächsten drei Monaten ;-)

Denkste … kam dann nämlich alles ganz anders. In den ersten Wochen nach der Geburt habe ich trotzt Stillen noch zusätzliche 8kg zugenommen und das obwohl ich genau auf meine Ernährung geachtet hatte … Ich war so was von deprimiert, mittlerweile war Tabea fast 3 Monate alt gewesen und ich hatte mir das alles anders vorgestellt. Zudem kamen noch andere Beschwerden, wie Hitzewallungen und Herzstolpern … aber von den Ärzten wurde man nicht ernst genommen. Anstatt mal ein vernünftiges Blutbild zu machen, tippten diese nur auf Panikattacken, ausgelöst durch die Schwangerschaft und die Geburt … also bekam ich anstatt eines Medikamentes für meine Schilddrüsen, was ich eigentlich gebraucht hätte … schöne Beruhigungspillen in die Hand gedrückt. Diesen Mist habe ich dann aber in die Tonne getreten … finde es unmöglich, dass die Ärzteschaft damit so verharmlosend umgeht.. das sind ja keine Vitamintabletten!! Mittlerweile hatte ich so starkes Herzstolpern, das ich dadurch tatsächlich in eine Art Panikstörung geraten bin. Durch das wenige Schlafen verstärkten sich diese natürlich nur noch mehr. Also stand ich weiter mit meinem Problem alleine da. Auch das ich nach der Geburt nur noch zunahm, hat niemand wirklich ernst genommen … man wurde nur halb belächelt deswegen und bekam auch noch unsinnige Ratschläge zur Ernährung! Dabei wäre die Lösung so einfach gewesen … hätte nur ein Mediziner mal die Schilddrüsenwerte geprüft … hätte es mir ganz schön viele schwere Stunden erspart und ich wäre mir nicht monatelang wie der Depp vom Dienst vorgekommen. Trotz täglich einer Stunde Sport hab ich nicht wirklich viel abgenommen, meine Ernährung hatte ich bereits komplett umgestellt und auf max. 1800 Kalorien am Tag umgestellt. Was ich alleine an Wasser durch Tränen verloren habe, will ich gar nicht erst schätzen … ist nämlich ziemlich ätzend, wenn man sich täglich wie blöd abrackert und es kommt gar nichts dabei rum.

Als ich dann ca. ein Jahr nach Geburt von Tabea den Frauenarzt gewechselt habe, weil ich unter anderem massive einseitige Brustschmerzen hatte … wurden endlich mal meine Werte geprüft, die bezüglich der Schilddrüse nicht in Ordnung waren. Sie waren zwar laut Doc noch nicht im zu bedenklichen Bereich, aber auch nicht gerade optimal … ich nahm dann eine zeitlang so ein Magnesiumpräparat mit Kalium, weil ich mir das selber angelesen hatte und bei der nächsten Kontrolle, die wegen der immer noch bestehenden Brustschmerzen stattfand, waren meine Schilddrüsenwerte dann plötzlich in Ordnung. Ab dem Zeitpunkt habe ich ziemlich schnell ganz schön viele Kilo verloren, die auch nicht wieder gekommen sind ;-) Sportprogramm und Ernährungsumstellung fruchteten also endlich …

Das in der Schwangerschaft nicht geprüft wurde, warum ich urplötzlich soviel an Wasser zugelegt habe, war natürlich auch nicht richtig … würde mir aber auch nicht wieder passieren, denn wenn ich so was jetzt merken würde, würde ich auf eine Untersuchung bestehen. Allerdings ist mein neuer Frauenarzt so kompetent, das er es mit Sicherheit von allein vorschlagen würde ;-) so unterschiedlich sind die Ärzte von schlecht bis herausragend ist da alles zu finden ….

Momentan ist bei mir eine solche massive Wassereinlagerung nicht zu sehen, hoffe es bleibt in dieser Schwangerschaft auch so ;-) darauf kann ich gut verzichten. Für mich persönlich hoffe ich, das nach der Entbindung das Bauchthema dieses Mal besser aussieht, wie bei der ersten Schwangerschaft :-D obwohl mein Bauch an sich viel größer ist wie bei der Schwangerschaft mit Tabea, aber insgesamt habe ich viel weniger zugelegt … außer halt am Bauch und das Becken ist natürlich auch etwas weiter geworden ;-) Nur die letzten Tage bemerke ich, das doch etwas Wasser kommt … momentan aber alles noch im Normalbereich … toi toi toi!

Bei Tabea also hat es gut ein Jahr gedauert, bis Mama sich als Frau auch wieder leiden mochte. Ich rechne nun mit der gleichen Zeit, würde mich aber freuen, wenn es dieses Mal etwas weniger Zeit benötigt ;-)

Ich habe das Gefühl, nirgendwo wird so viel geflunkert wie beim Gewicht und bei der Rückbildung nach der Schwangerschaft … dabei gibt es da gar keinen Grund dafür, denn der Körper hat ja immerhin Höchstleistungen vollbracht und da gibt es gar keinen Grund dafür … nicht mal wahre Worte zu sprechen und Gleichgesinnte etwas mit diesen wahren Worten aufzubauen. Denn es geht einem doch besser, wenn man weiss, das man nicht alleine ist mit seinem Problem … also liebe Frauen … ;-)

Und die Männer … die sind manchmal ziemlich gut darin … wie der Elefant im Porzellanladen aufzutreten …auch wenn das oft gar nicht so gemeint ist … aber einige der Herrschaften meinen wohl, so ein Schwangerschaftsbauch ist so einfach wegzutrainieren, wie ein paar Pfunde, die Mann sich gerne mal anfuttert … nein ist er nicht. Und es kommt auch nicht aufbauend rüber, wenn Mann – Frau ein Kompliment machen will und sagt – dein Bauch sieht gar nicht mehr so dick aus, wie vor ein paar Tagen ….

Und wie die Autorin auch fest gestellt hat, die Herren Doktoren sind da ganz besonders gut drin … die Szene beim Hautarzt, die Julia beschreibt kann ich gut nachvollziehen. Als ich einmal beim Orthopäden war, konnte der mir zwar nicht helfen, aber meinte auch mir den Hinweis zu erteilen, ich müsse noch Rückbildungsgymnastik machen … anstatt erst einmal zu erfragen, ob ich überhaupt Sport mache … dann hätte sich der dümmliche Ratschlag nämlich schon erledigt gehabt … eine gewisse Gesprächsdistanz ist öfters mal angebracht ….

Vielleicht sind auch die Medien mit daran Schuld … Heidi Klum wird ja schon als Madonna angepriesen, die trotz ihrer zahlreichen Kinder aussieht wie geleckt und schon einige Wochen nach der Geburt wieder auf dem Laufsteg stand … naja, ist auch nicht schwer, wenn man seinen Tag damit nutzen kann Sport zu treiben, natürlich mit Personal Trainer, weil die Kinder ja von der Nanny betreut werden, auch in der Nacht, denn schlecht ausgeruht … sportet es sich ja schlecht …

Frau Klum ist da auch Eine der unehrlichen … gibt sie doch nie offen zu, das sie nach jeder Geburt eine Bauchstraffung mit Fettabsaugung hatte, was aber durch diverse Medien bekannt wurde … so was macht natürlich schon einiges wett … leider hat nicht jeder mal eben schlappe acht bis zehntausend Euro auf der Kante, um sich das auch Leisten zu können … denn glaubt mal nicht, ich hätte mir das damals nicht nachgefragt, wie teuer so etwas ist. Eine Klinik in Düsseldorf bietet das als Standardpaket an ….

So viel Geld stecke ich dann doch lieber in die Kinder und lasse meinem Körper die Zeit, die er braucht! Und in der zweiten Schwangerschaft gibt es einen Vorteil … man lässt sich nicht mehr ansatzweise so verrückt machen, wie in der ersten Schwangerschaft :-D

Und da zwei kleine Kinder noch einen zusätzlichen Sportfaktor mit sich bringen, sehe ich der Sache ziemlich gelassen entgegen und freue mich schon darauf, endlich mal wieder schön shoppen gehen zu können :-D

An dem Tag, wo ich mein altes Gewicht bis auf das letzte Gramm wieder hatte, erfuhr ich das ich wieder schwanger war und zwar in der 6 Woche, das war im Januar 2011 :-D und Tabea war da 13 Monate alt :-D … manchmal läuft es halt anders wie geplant, denn so schnell war gar kein zweites Kind geplant ;-)

Mädels, lasst Euch nicht verrückt machen und geht es locker an! :-D

 

Foto vom Dezember 2011, noch ein Kilo mehr wie vor der Schwangerschaft mit Tabea

Eure

RUHRPOTTMUMMY